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Webdesign

Homepage Baukasten: 7 Gründe warum Sie als Unternehmer lieber darauf verzichten sollten

Christoph Praet

Geschrieben von Christoph Praet

Kostenlose Homepage – der Traum eines jeden Unternehmers?

Kostenlos oder kostengünstig die eigene Firmenwebseite ins Leben zu rufen, ist für viele Gründer und junge Unternehmer das Maß aller Dinge. Meist ist es einem zwar durchaus bewusst, dass man heutzutage eine eigene Homepage benötigt, jedoch wird dies eher als lästig angesehen und Geld möchte man schon gar nicht ausgeben, zumindest nicht zu viel.

Für diese Zielgruppe gibt es da draußen einen eigenen Markt – der Markt der Homepagebaukästen-Anbieter (ich verwende in diesem Artikel bewusst keine Anbieternamen).

Hier werden Unternehmern, aber auch Privatpersonen, Produkte angeboten und verkauft, die völlig am Ziel vorbei schießen und eher schaden als helfen.

Homepage-Baukästen sind einfach, schnell und kostengünstig

Genau das soll Ihnen als Unternehmer verkauft werden. Sie müssen sich um nichts kümmern. Einfach an den PC setzen, sich seine Firmenwebseite zusammenklicken, online gehen und fertig. Doch wenn dies so einfach und erfolgversprechend wäre wie es ihnen verkauft wird, frage ich mich, warum ich nicht eine einzige erfolgreiche Firmenwebseite kenne, die solch ein System verwendet.

Warum das so ist, und warum Sie sich von den Marketingfloskeln nicht beeinflussen lassen sollten, erkläre ich Ihnen in diesem Artikel.

Meine 7 Gründe, warum Sie auf einen Homepagebaukasten lieber verzichten sollten

Grund Nr. 1: Kostenlos kann in dem Fall sehr teuer sein

Es gibt Unternehmer und Gründer, welche auf die Idee kommen, die eigene Homepage sogar komplett kostenlos bekommen zu wollen. Auch hierfür gibt es einige Anbieter, die dieses „verkaufen“. In dem Fall ist es meist so geregelt, dass Sie als Unternehmer den Baukasten voll nutzen können und keine Gebühren o.Ä. bezahlen müssen. Als „Gegenleistung“ bekommen Sie jedoch nur eine Sub-Domain und müssen meist auch damit leben, dass der Baukastenabieter Werbung auf Ihrer Firmenwebseite schaltet.

Dies hat natürlich mehrere Nachteile. Eine Subdomain ist sehr unpraktisch wenn es darum geht, Ihren Firmennamen zu branden und dem Unternehmen ein eigenes Gesicht zu verleihen. Sie haben dann keine klassische Domain, wie etwa www.ihrefirma.de, sondern ein Konstrukt aus Domain des Anbieters und Ihrem gewählten Namen. Wenn wir so etwas anbieten würden, würde Ihre Domain zum Beispiel ihrefirma.modernpixel.de lauten.

Nicht nur dass dies sehr unprofessionell aussieht, auch Ihre künftigen Besucher merken dies sehr schnell und wissen meist auch, warum die URL so aufgebaut ist – Sie sparen an Ihrer Firmenwebseite. Die meisten „Surfer“ sind heutzutage schon so für das Internet sensibilisiert, dass sie genau erkennen, welche Webseite „echt“ ist und welche an einem Nachmittag einfach so zusammengeklickt wurde. Das ist negativ behaftet und strahlt aus, dass sich der Unternehmer hier nicht kümmern möchte oder einfach nur geizig ist. Dieses Gefühl sollte man bei seinen künftigen Kunden lieber nicht hervorrufen wollen.

Wie suboptimal fremde Werbung auf einer Firmenwebseite wirkt, muss ich hier wohl nicht noch extra erklären. Das sollte sich von selbst ergeben.

Grund Nr. 2: Kein eigenständiges Webdesign

Mit einem Homepagebaukasten haben Sie nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten, die Webseite genau nach Ihren Vorstellungen anzupassen bzw. zu erstellen. Hier gibt es meist diverse Vorlagen aus verschiedenen Branchen, die Sie sich auswählen können. Farben und grobe Ausrichtungen können Sie dann noch ändern und auch ein Logo hochladen. Dann hört es in der Regel aber auch schon auf.

Was dabei heraus kommt, kann man sich leicht denken. Es gibt tausende Firmenwebseiten, die genauso aussehen wie Ihre. Das löst bei den Besuchern ein eher unprofessionelles Gefühl aus, welches Sie unbedingt vermeiden sollten.

Das Wichtigste eines jeden Unternehmens fehlt Ihnen damit also – Ihr Alleinstellungsmerkmal.

Grund Nr. 3: Fehlende Möglichkeiten der Conversion Optimierung

Aus Grund zwei resultiert unweigerlich auch das Problem, dass Sie mit einem Homepagebaukasten einfach keine Möglichkeit haben, eine effiziente Conversion Optimierung zu betreiben. Dies ist aber das A und O für eine erfolgreiche Firmenwebseite, Online-Shop oder Blog.

Sie können beim Start Ihrer Webseite gar nicht genau wissen auf was Ihre Besucher anspringen und was die meisten Abschlüsse oder Einträge in Ihrem Newsletter verursacht. Auch wir als professionelle Webagentur können dies nicht wissen. Da hilft nur eins, man muss es testen.

Als Beispiel ziehe ich hier einmal ein ganz simples Vorgehen heran:
Ihr Ziel ist es, mit der eigenen Homepage möglichst viele Kundenkontakte zu generieren. Nun würden Sie gern testen, ob ein Kontaktformular mir vielen Feldern mehr Kontakte generiert, als eins mit nur zwei Feldern.

Im klassischen Online-Marketing bereitet man nun zwei Unterseiten vor. Eine mit dem langen und eine mit dem kurzen Kontaktformular. Nun lässt man diese beiden Seiten gegeneinander antreten. 50% des Traffics gehen zur einen und 50% zur anderen Version. Am Ende kann man dann leicht ablesen welche Kontaktseite besser funktioniert hat. (Dies ist nur ein simples Beispiel. Die Prozesse einer Conversion Optimierung sind natürlich wesentlich tiefgehender, als hier dargestellt.) Diese Möglichkeiten gibt es bei den Homepagebaukästen einfach nicht. Sie müssen alles so hinnehmen, wie es ist. D.h., Sie müssen sich einzig und allein auf Ihr Gefühl verlassen. Und meist täuscht einen das eigene, subjektive Empfinden enorm.

Verzichtet man als Webseitenbetreiber auf diese durchaus wichtigen Möglichkeiten, verschenkt man Potential und somit auch direkt Umsatz – und das sollte natürlich nicht Ihr Ziel sein.

Grund Nr. 4: Homepagebaukästen sind meist schlecht programmiert

Dieses Problem resultiert daraus, dass die Anbieter natürlich alle Funktionen enthalten haben wollen, die Sie als Kunde benötigen. Nun ist es aber so, dass Sie natürlich nicht alles brauchen, was Ihnen dort angeboten wird, was sich wiederum negativ auf Ihre eigene Firmenhomepage auswirkt.

Der Quellcode ist meist sehr unsauber und voll mit Funktionen, die so weder benötigt werden, noch von Vorteil wären. Darauf sollten Sie unbedingt verzichten, da sich das auch sehr negativ auf Ihre Suchmaschinenoptimierung auswirken kann, was uns direkt zu meinem nächsten Punkt auf der Liste bringt.

Grund Nr. 5: Suchmaschinenoptimierung ist einfach nicht vorhanden

Bei fast jedem Anbieter von Homepagebaukästen wird damit geworben, dass das verwendete System toll für die Suchmaschienen sei. Hier wird meist angegeben, dass Sie als Kunde spielend leicht Ihre Meta-Keywords einrichten können und somit direkt gute Ergebnisse bei den Suchmaschinen erzielen werden. Das die Meta-Keywords von Google und Co. seit sehr langer Zeit überhaupt nicht mehr zur Bewertung der eigenen Firmenseite herangezogen werden wird hier natürlich nicht erwähnt. Es ist völlig egal, ob Sie ihre Seite mit diesen Meta-Keywords anreichern, es macht einfach keinen Unterschied.

Die ausschlaggebenden Faktoren, welche für eine richtige Suchmaschinenoptimierung wichtig wären, gibt es bei den Baukästen nämlich nicht. Hierzu zählen zum Beispiel Dinge wie die Ladezeit, interne Verlinkung, Struktur der URL, Follow- und NoFollow-Attribute, Cachen und die Anpassung des HTML-Codes. Neben dem eigentlichen Inhalt einer Webseite sind dies die wichtigsten Faktoren um bei den Suchmaschinen nach oben zu kommen.

In diversen Branchen reicht es schon aus, sich nur diesen Punkten zu widmen, um in die Nähe der oberen Positionen zu gelangen. Und wissen sie warum das so ist? Ganz einfach, viele Vertrauen auf die Aussage der Baukastenanbieter und unternehmen nichts weiter in Richtung Suchmaschinenoptimierung. Wenn Sie jetzt aber besseren Inhalt haben und die oberen Punkte beachten, haben Sie laut Google einfach eine bessere Webseite als Ihre Mitbewerber in diesem Markt. Und genau das möchte Goolge – die beste Webseite für den Suchenden soll oben stehen.

Durch die Suchmaschinen werden Sie sehr viel Traffic auf Ihre Firmenwebseite bekommen, wenn Sie es richtig machen. Dies bedeutet mehr Anfragen und natürlich mehr Abschlüsse. Sie sollten also in keinem Fall auf diese wichtigen Faktoren verzichten.

Grund Nr. 6: Die Ladezeit der Homepage ist meist unterirdisch

Wie ich Ihnen bereits in Punkt 4 erläutert habe, wird meist sehr viel unnützer Code in Ihre Homepage mit eingeschleust. Dieser muss natürlich bei jedem Besucher geladen werden, was sich direkt auf die Ladezeit der Webseite auswirkt.

Eine schlechte Ladezeit ist in der heutigen Zeit mehr als suboptimal. Denken Sie nur an die zahlreichen Besucher, die Ihre Homepage mit einem Smartphone besuchen werden. Diesen potentiellen Kunden sollte man es nicht zumuten, ewig auf den Inhalt der gewünschten Seite warten zu müssen. Viele sind auch bereits so „verwöhnt“, dass sie Ihre Seite wahrscheinlich schon wegklicken, bevor der erste Satz vollständig geladen wurde.

Sie haben als Kunde eines Homepagebaukasten-Systems leider keine Möglichkeit, die Ladezeit zu optimieren oder anzupassen. JavaScripts nach unten schieben, CSS- und HTML-Code verkleinern, optimierte Bilder nur für Smartphonebesucher verwenden oder bestimmte Elemente einfach überhaupt nicht zu laden, ist nicht umsetzbar.

Dies gehört zu einer professionellen Firmenwebseite aber unbedingt dazu.

Grund Nr. 7: Schlechte bis gar keine Beratung

Wenn Sie nicht gerade aus der Online-Branche stammen, sollte dies fast der wichtigste Punkt auf Ihrer Liste sein. Sie benötigen jemanden an Ihrer Seite, der Ihnen hilft, Sie auf gewisse Umstände aufmerksam macht und Ihnen auch sagt, wenn Sie mit Ihrer Firmenwebseite in eine völlig falsche Richtung driften. Sie selber können und müssen dies alles nicht wissen, da es nicht Ihre Aufgabe ist. Aber Ihr Partner sollte diese kontrollierende Funktion übernehmen und jederzeit für Sie da sein. Dies werden sie allerdings bei den Homepagebaukästen-Anbietern nicht bekommen.

Gibt es plausible Gründe, warum man eventuell doch einen Homepage-Baukasten verwenden könnte?

Wenn Sie mit Ihrer Firmenwebseite etwas erreichen, neue Kunden gewinnen und sich am Markt behaupten wollen, dann lautet die Antwort ganz klar “NEIN“. Aber es gibt meiner Meinung nach tatsächlich Gründe, warum man zumindest über die Nutzung eines Homepagebaukastens nachdenken könnte.

Wenn Sie Ihre Kunden ausschließlich durch Mundpropaganda gewinnen und Ihnen die Präsenz im Internet überhaupt nicht wichtig ist und sie lediglich eine kleine Visitenkarte im Netz haben wollen, dann wäre ein solches Vorgehen durchaus legitim. Es gibt auch Branchen, bei denen überhaupt keine Kunden im Internet gefunden werden können. Auch hier wäre eine Homepage aus einem Baukasten durchaus zu vertreten.

Sie müssen sich nur klar darüber sein, dass es absolut keinen Sinn macht, ein solches System zu verwenden, wenn Sie professionell und effizient im Internet agieren wollen. Eine Webseite soll einem Unternehmen zum wachsen verhelfen und nicht potentielle Umsätze einfach auf der Straße liegen lassen. Jeden Cent, welchen Sie in ein solches System investieren, ist verschwendetes Geld und somit mehr als unnötig.

Gibt es denn Alternativen zu einem Homepagebaukasten?

Wenn Sie als Unternehmer unbedingt darauf verzichten wollen, sich eine Webdesign-Agentur oder einen Freelancer als Partner mit ins Boot zu holen, haben Sie kaum nennenswerte Alternativen. Einige stelle ich Ihnen hier aber trotzdem gern vor.

Selbst ist der Unternehmer

Bringen Sie sich das nötige Know-How für eine Firmenwebseite selbst bei. Lernen Sie, wie man mit HTML und CSS umgeht, wie man Webseitenbesucher zu den Punkten bringt, die wichtig sind, wie Responsive-Design funktioniert, wie man Server konfiguriert und wie man harmonische Webdesigns entwickelt und plant. Bedenken Sie jedoch, dass Sie hierfür sehr viel Zeit und Erfahrung benötigen werden. Dies ist also eher etwas für Unternehmer, die erst sehr spät gründen wollen und nicht unter Zeitdruck stehen. Auch sollte hier bedacht werden, dass Sie die gelernten Fähigkeiten wahrscheinlich nur für ein Projekt benötigen. Ob sich die dafür aufgebrachte Zeit wirklich rechnet, sei mal dahin gestellt und obliegt Ihrer Kalkulation.

Passen Sie sich eine Vorlage einfach selber an

Wenn Sie Grundkenntnisse in HTML und CSS haben, können Sie sich als Alternative auch ein fertiges Webseiten-Template schnappen und dieses auf Ihre Bedürfnisse anpassen. Auch das ist nicht wirklich das gelbe vom Ei aber immer noch effizienter als einen simplen Homepagebaukasten zu verwenden. Bei dieser Methode haben Sie die Kontrolle über Ihre ganze Webseite und können diese bis ins letzte Detail anpassen. Ich empfehle aber, dass Sie ein fertiges Template wirklich anpassen und nicht einfach 1zu1 verwenden, denn dann haben Sie die gleichen Probleme, die Sie auch mit einem Baukasten hätten (keine Individualität, zuviel Code, etc.).

Schlusswort

Wenn Sie ein erfolgreiches Unternehmen haben oder eines aufbauen möchten, dann führt an einer professionellen Firmenwebseite kein Schritt vorbei. Vergessen Sie die ganzen Homepagebaukästen und legen lieber von Anfang an Wert auf eine wirklich professionelle und effiziente Firmenwebsite.

Christoph Praet

Wer schreibt denn hier?

Hi, schön das Du diesen Artikel so aufmerksam gelesen hast. Ich bin Christoph, Gründer von ModernPixel und Head of Webdesign in dieser schönen Agentur. Tue Dir keinen Zwang an und folge mir ruhig auf allen Plattformen, die das Internet so zu bieten hat. Dort bin ich auch persönlich für Dich erreichbar.

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